Archiv für April 2006
Kompliment
Das muss ich mir unbedingt merken, wenn sich mal die Gelegenheit bieten sollte. Irgendwann. Irgendwo. Klingt jedenfalls klasse gut schön!
Sie und Er
Beim Waschsalon gefunden und mehrmals heftigst genickt. Ja, genau so ist es. Und weil es so wahr ist und weil in meiner privaten Umgebung gerade auch wieder heftig geschieden und getrennt und ausgezogen wird, nehme ich es mir entgegen meiner sonstigen Gepflogenheit heraus, den Text komplett hier zu veröffentlichen:
1. Vergiss niemals die Romantik! Unterschätze niemals die Kraft süßer Worte oder die wärmende Wirkung von Kerzenschein, Wein und aufrichtigem Werben. Egal, wie sehr Job und Alltag stressen und vergessen lassen – nimm nichts als gegeben und sicher hin. Den Partner schon gar nicht.
2. Bleibe respektvoll! Wer den anderen nicht achtet, wird ihn verlieren. Ein Indiz, wie gut es um die Beziehung steht, ist oft, wie gut die Manieren und der gegenseitige Respekt bleiben, wenn die Stimmen lauter werden und die Luft dicker wird. Respektlosigkeiten in hitzigen Diskussionen sind das Gift, die eine Beziehung auf Dauer zerrütten.
3. Sei aufrichtig! Krisen gibt es immer wieder. Sie zu verleugnen ist der falsche Weg. Der richtige: sie offen ansprechen und gemeinsam daran arbeiten. Wer etwas unter der Decke hält, schafft es nicht aus der Welt. Im Gegenteil: Solche Probleme sind wie ein brodelnder Vulkan, den man mit einem Pfropfen verschließen will. Irgendwann gibt es einen Riesenknall, eine gewaltige Eruption, viel Leid und Tränen.
4. Alles braucht seine Zeit! Jeder Mensch ist einzigartig. Die Art wann und wie er schläft, was er isst, wie er sich in bestimmten Situationen verhält, welche Filme oder Musik er mag – alles individuell. Es braucht entsprechend Zeit, sich darauf gemeinsam einzustellen, wenn man zusammen lebt.
5. Bindung ja, fesseln nein! Weder eine Freundschaft, noch eine Partnerschaft, noch eine Ehe sind ein Synonym für Gefängnis. Es sind eher lebenslange Kompromisse, die auf Liebe und Verständnis basieren. Beide brauchen zu unterschiedlichen Zeiten Atemfreiheit. Manchmal mehr, manchmal weniger. Wer sie zulässt, stärkt das Band zwischen beiden.
6. Missbrauche nicht Deine Macht! Ehe oder Partnerschaft ist kein Schlachtfeld. Jedenfalls nicht im Idealfall. Die Beteiligten sind keine Widersacher, sondern Kompagnons. Es gibt dabei nur zwei Sieger – oder keinen. In jeder Beziehung muss man lernen, Kompromisse zu schließen oder auch mal nachzugeben – vor allem dann, wenn man sogar Recht hat und der andere sich bereits zu einer hitzigen Diskussionsschlacht rüstet. Überrasche ihn, gebe nach – und gewinne sein Herz!
7. Halte die Balance zwischen Nehmen und Geben! Liebe ist großzügig, sie gibt zuerst und erwartet nichts zurück. Das ist wahr. Das heißt aber nicht, dass der andere deshalb nur nehmen könnte. Er liebt schließlich auch. Auch wenn gegenseitiges Aufrechnen absolut verboten ist unter Liebenden, sollte man dennoch darauf achten, dass man selbst tendenziell im Bilanzplus ist.
8. Das Wichtigste bleibt unter uns! Was immer auch kommt – es ist eine Zweierschaft. Wichtige Details und manche Probleme sollten zuerst dort besprochen werden. Nicht alles gehört nach draußen – und schon gar nicht in aller Öffentlichkeit coram publico. Egal, ob gute Freunde, Geschwister, Eltern – es sind Außenstehende. Zu ihnen bestehen andere Beziehungen!
9. Sexuelle Befriedigung ist der Kitt! Sex gehört zu jeder Beziehung dazu – und zwar dauerhaft. Die Qualität, Intensität und Häufigkeit mögen wechseln. Aber es geht nun mal nicht ohne. Es sei denn beide einigen sich darauf. Der Schlüssel zu gutem Sex ist, darüber offen zu reden, über seine Bedürfnisse, aber auch darüber, ob diese befriedigt werden. Letzteres ist der Kitt, der die Beziehung zusammen hält.
10. Verliere nicht den Sinn für Humor! Wer es schafft, auch dunkle Zeiten durch eine Prise Humor zu erhellen und statt auf die Schattenseite auf das Gute blickt, der hat den besseren Weg gefunden, mit Widrigkeiten umzugehen.
Leute (Ihr wißt schon, wen ich meine): Denkt mal darüber nach! Danke! Möchte gerne wieder mit allen meinen Freunden und Bekannten Kontakt haben können, ohne darauf achten zu müssen, wer jetzt mit wem gerade überkreuz liegt und wem man was erzählen darf oder eben auch nicht. Ganz abgesehen von der leidigen Frage, wen ich einladen darf zu Grillpartys, ohne daß drei andere wegbleiben wegen dieses einen Gastes! Furchtbar kompliziert, das. Ich bin doch nur ein armer fourtysomething!
Von hinten
Ja, unsere Kanzlerin ist fotografiert worden. Privat. Aus einer, sagen wir mal, nicht so schönen Perspektive. Und dann auch noch von den Torries. Unfein, das Ganze. Aber wer die Engländer kennt und schon mal die Sun gelesen hat, weiß, daß die Menschen auf der Insel anders ticken als ein großer Rest der ebenso unmöglichen Weltbevölkerung. Btw, die nach eigenem Bekunden auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands mit den vier großen Buchstaben hat auch zuweilen (nein, eigentlich täglich) skurrile Merkwürdigkeiten. Da lohnt sich immer wieder ein Blick in dieses überaus lesenswerte Blog.
Wegen der Merkelfotos sich nun an einem Aufstand der Empörten beteiligen? Merkwürdig. Hinterteile von anderen Bloggern anschauen? Strange! Mein eigenes Hinterteil ablichten und veröffentlichen? No, never ever!!
Und überhaupt schließe ich mich voll und ganz der Meinung der küchenhure an. Ich wollte diese Dame dort, wo sie jetzt aus beruflichen Gründen residiert, nicht, will sie immer noch nicht dort sehen und werde sie auch nächstes Mal nicht dorthin wählen. Meinen Arsch behalte ich also vorerst für mich und andere Gelegenheiten. No photos!
Achso: Fast vergessen hätte ich jetzt die unglaubliche Verwendung des „Arsch huh, zäng ussenander“-Mottos beim bronte. Sorry, mein Guter, aber dein kleines lustiges Blog“event“ mit einem Motto einer politischen Aktion in Verbindung zu bringen, ist mehr als nur daneben. Thema verfehlt…Sechs…Setzen!
Kein Bedauern
McWinkel ruft und wir folgen ihm. Da muss es doch noch schlimmere als mein Führerscheinfoto von 1983 (übrigens ist es noch der originale graue Westlappen!) geben, oder? Denke mir, auf einen Versuch kommt es an und siehe da: Eine Galerie des Schreckens tut sich vor dem Auge des geneigten Betrachters auf. Dagegen ist mein Favicon ja modelverdächtig! Und: Danke der Nachfrage, aber es gibt hier vorerst kein aktuelles Bild von mir.
Alter
Ihr biologisches Alter beträgt 47,9 Jahre.
via viel jüngerer singlemama
100 Tage
Heute ist dieses Blog genau 100 Tage alt und hat bis heute 31 Beiträge mit 15 Bildern, 300 Besucher (3 pro Tag) und 33 Kommentare. Ich habe 1 Stöckchen zugeworfen bekommen (danke Katinka!) und viele sehr interessante, lesenswerte, lustige, nachdenklich und böse Blogs kennenlernen dürfen. Meine Blogroll ist auch oft geändert worden. Außerdem habe ich seit Anbeginn geschätzte 237mal das Layout verändert! Es gefällt mir immer noch nicht so recht und ich werde mich doch mal intensiv mit Skins und CSS beschäftigen müssen.
Beim Durchlesen aller Beiträge ist mir aufgefallen, daß ich bisher noch nicht so recht weiß, wohin die Richtung hier gehen soll. Nach diversen Tests zu meiner Persönlichkeit mit teils recht witzigen, teils sehr abstrusen Ergebnissen und dem ein oder anderen Fundstück aus anderen Blogs sind auch ein paar wenige, wie ich (natürlich völlig subjektiv) finde, gute Meinungsäußerungen gelungen: Deutscher werden und Israel und Irak.
Insgesamt macht es weiterhin Spaß hier. Twoday scheint mir ein guter Partner zu sein, auch wenn ich die ein oder andere Funktion, von deren Existenz ich vor 100 Tagen noch nicht mal geahnt hätte, jetzt doch gelegentlich vermisse (oder ich bin eben doch noch zu unerfahren im Umgang mit Layout, Skins, Refferern und html).
Ich freue mich auf die nächsten Tage, Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre hier und werde mich bemühen, meinem Anspruch besser gerecht zu werden … und dem meiner Leser, so sie denn regelmäßig hier vorbeischauen (danke dafür!) auch.
Arzt ohne Schrecken
Ich gestehe, ich hatte bis eben wenig Verständnis für Ärztestreiks. Dann habe ich dies via Brain Farts gelesen. Erschreckend!