Archiv für Januar 2007
Gombjuder
Ich weiß, was sie sagen wollen und sie haben recht: Mein Notebook röhrt. Besser, die Festplatte. Hört sich nach einem kapitalen Crash an, der unmittelbar bevorsteht. Ich freue mir ein Loch in den Bauch! Dumm, daß ich keine Datensicherung machen kann. Das DVD-Laufwerk ist nämlich schon länger hinüber. Noch dümmer, daß ich gerade nicht so wirklich flüssig für eine Neuanschaffung bin. Völlig bescheuert allerdings, daß ich in den Verkaufsbeschreibungen des Fachhandels nur ansatzweise verstehe, wovon die Jungs reden.
Allein die Beschreibungen Abkürzungen für den Prozessor (Core2Duo, X2, Sempron, Celeron, Pentium) lassen mich verzweifelt stöhnen. Dazu verschiedene „Sockel“: 754, 939, AM2, 775. Gut, ich glaube, nach mehreren Stunden Netzrecherche gelernt zu haben, was das so ungefähr heißen soll und was davon für mich infrage kommen mag. Irgendwas von Pentium4 oder Athlon64 mit ungefähr 2,5 Ghz. Obwohl dieser Doppelkekskern wohl das Zukunftssicherste sein soll. Bei der Festplatte war ich anfangs im festen Glauben, mich systematisch und schnell entscheiden zu können. Getreu meinem Alter glaubte ich an „Nichts ist durch Hubraum zu ersetzen. Es sei denn, mehr Hubraum.“ und wollte mich spontan zur maximalen Plattengröße durchringen. Bei den Preissprüngen ab 400GB aufwärts dachte ich kurz über veraltete Sinnsprüche nach und begnügte mich mit der Hälfte. Sollte reichen für ein paar Fotos, Videos und MP`s. Da fiel es mir ins Auge, daß auch hier weitere (möglicherweise völlig unwichtige, die Bedeutung mir aber nicht einzusehende) Entscheidungen zu treffen sind: IDE, S-ATA oder ATA. Und wieviel rpm (what the fuck…?).
Arbeitsspeicher braucht das Teil auch, ist sogar mir klar. SD, DDR (Klar, ausgerechnet der ist aus Beständen des untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaates übrig geblieben, oder wie?), DDR2 (Nee, ne? Ist das die Version 2 von Honnis Bauchladen?) oder SO-DIMM. 256, 512, 1024 oder darf es ein bißchen mehr sein? OEM, Infeon, Transcend – sind das jetzt „nur“ Hersteller oder/und ist es ein weiteres Geschwindigkeitsmerkmal? Mainboard. Hübsche Bezeichnung: Hauptplatte. Ich dachte, das wäre die Festplatte? Nicht? Ich seufze leicht und beginne. Aha, hier gibt es auch AM2. Aber auch 462. Das gab es bei den Prozessoren nicht. Seufze lauter. Über die Abkürzungen hier denke ich mal nicht mehr nach. Es wird immer kryptischer: P/S/SATAII/L/R/V/DDRII. Statt V kann da aber auch F stehen, oder L. Und dieses lateinische griechische aus der Schule bekannte mü-Zeichen kommt auch noch. Ach so, na dann ist ja alles klar…
Jetzt kommt was ganz einfaches: Laufwerke. DVD, klar. DoubleLayer? + oder – oder beides oder RW mit bulk oder als LS in 18fach oder nur 16fach? Oh Mann, ich glaube das nicht! Ich will ein Laufwerk für CD`s und DVD`s, thats all! Oder soll ich ein Floppy dazu nehmen? Man weiß ja nie, welche Schätze aus der segensreichen Zeit von Windows 3.1 (Liebe Kinder, das war in den frühen 90ern des letzten Jahrtausends!) noch hier rumfliegen. Okay, weiter. Es wird wieder kompliziert. Grafikkarte. AGP oder PCI? 64 bis 640 MB stehen zur Auswahl. Lieber nvidia oder Radeon? SE-Modelle sind Mist, habe ich gelesen. Irgendwie „runtergetaktet“ oder so. Und „Hypermemory“ oder „Turbocache“ ist auch ganz böse. Onboard geht dann gleich gar nicht. Hier will ich aber auf keinen Fall einen Fehler machen. Mein Notebook hatte hat eine Sch…grafik. Da lief kein vernünftiges Spiel. Ich zocke gerne mal. Aufbausimulationen vor allem. Also lieber ein paar mehr der mir eigentlich nicht zur Verfügung stehenden Euronen ausgeben.
War`s das jetzt? Okay, Netzteil, Gehäuse, USB-Anschlüsse, Netzwerkkarte – fertig. Tastatur und Maus habe ich noch hier rumfliegen. Drucker habe ich, Bildschirm auch. Wie jetzt? Betriebssystem? Das auch noch. Fuck! Natürlich läuft das XP vom Notebook nicht auf einem anderen Rechner. OEM-Version. Schönen Dank auch. Soll ich Vista nehmen? Bunt, laut und aufdringlich. Nichts da, ohne mich. XP reicht. Beim Blick auf die Endsumme röhrt mein Magen mit dem Laptop um die Wette. Mein Konto schwankt zwischen höhnischem Grinsen und bitterlichem Weinen. Gehe mal schnell zu den Auktionatoren. Tja, nicht wirklich erbaulich, was ich da bekommen würde. Okay, Laufwerk kaputt, Festplatte kurz vor dem finalen Crash und der Akku machts auch schon lange nicht mehr. Nun gut, also denn, die letzten Reserven hervorgekramt. Nützt nichts. Dazu bin ich viel zu abhängig von dem Computersch… Beruflich genauso wie privat. Eines noch zum Schluß: Niemals, never ever, gehe ich in einen dieser Verbrauchermärkte. Ihr wisst schon. Stichwort Abmahnungen. Weder die roten noch die weißen noch die grünen werden mich zwecks Kaufvertragsabsichten bezüglich neuester Technik sehen. Mein Fachhändler um die Ecke (naja, fast um die Ecke) rules. Der gute Mann erklärt mir alles noch mal und baut das Teil selber zusammen. Mit 2 Jahren Garantie. Vor Ort Service. Und ein netter Kerl ist er auch noch. Nerd, alter. Thx, guy!
Du bist der Teufel!
Der Teufel ist oft eine große Karte für Geschäftserfolg, harte Arbeit und Ehrgeiz. Vielleicht der am Häufigsten Missverstandene von allen, ist der Teufel nicht wirklich „Satan“, sondern der Naturgott Pan oder Dionysius. Sie sind Götter des Vergnügens und der Hemmungslosigkeit, von wildem Verhalten und grenzenlosen Wünschen. Es ist eine Karte des Ehrgeizes; gleichbedeutend mit Versuchung und Sucht. Andererseits kann die Karte eine Warnung sein, für den, der zurückhaltend ist, jemand, der sich nie erlaubt, leidenschaftlich oder unordentlich oder wild zu werden – oder strebsam. Auch das ist eine Form der Versklavung. Als Person kann der Teufel einen Mann des Geldes oder der erotischen Ausstrahlung darstellen, aggressiv, kontrollierend, oder einfach überzeugend. Er ist niemals eine schlechte Person, aber ganz sicher ein mächtiger Mann, dem schwer zu widerstehen ist. Wichtig ist es, sich daran zu erinnern, daß jede Kette freiwillig getragen wird. In den meisten Fällen bist Du nur deshalb versklavt, weil Du es zuläßt. Take the Test to Find Out, what Tarot Card are You?
Deutschland, deine Zukunft
Aus der Reihe: Pisa – komischer Name. Sagt mir nichts: Echte Zitate aus echten Abschlußprüfungen mit echten deutschen Auszubildenden
Prüfer: Wann fand die deutsche Wiedervereinigung statt?
Azubi: Als die Ossis gehört haben, dass wir den Euro haben,
sind sie alle rüber.
Prüfer: Wann?
Azubi: Als Hitler in Berlin den Krieg verloren hat.
Vohrtsätsung folkt
Tokio Hotel
Es ist mir egal, wie sie aussehen. Das sind Musiker und da interessiert mich nur eins: Die Musik. Es ist unbestritten, daß die Jungs es können. Ich denke bei einem Buch auch nicht darüber nach, ob ich mit der Schriftstellerin was anfangen würde. Obwohl das wiederum schon seinen Reiz hat: fantasievolle Intelligenz, verbunden mit Schönheit und Sinn für Sprache…Bleibt festzuhalten, daß ich ihr nicht widersprechen kann und mich über einen (wie immer, leider in der letzten Zeit viel zu seltenen) hervorragenden Artikel freue.
Liebe Sandy von der GEZ,
ich darf doch Sandy sagen, oder? Schließlich bist Du die erste GEZ`lerin, die mir persönlich schreibt. Das finde ich toll und ich freue mich darüber riesig. Ehrlich. Es sind mir nur so ein paar kleine Dinge aufgefallen, die ich Dir und Deinen virtuellen Kolleginnen mitteilen wollte. Ihr habt da in der Hektik einiges übersehen. Kann ja mal passieren. Bei so vielen Rechnungen, die per E-Mail versandt werden, schleicht sich der ein oder andere Fehler leicht ein. Ist doch klar.
Okay, fangen wir mal mit etwas ganz Leichtem an: Die Namen Eurer Kunden sollte Ihr schon versuchen, korrekt zu schreiben. Ist irgendwie so unpersönlich, wenn eine Mail an mich mit „Sehr geehrter GEZ-Kunde“ beginnt. Das ist soweit noch in Ordnung, obwohl Du mich auch gerne beim nächsten Mal duzen darfst. Mein Nachname in der Mailadresse war leider aber sowas von falsch geschrieben. Ich meine, ich bin ja nun schon seit über zwei Jahrzehnten Euer Kunde. Quasi ein Altkunde. ein ziemlich alter Altkunde sogar. Oder habt Ihr meinen Namen nur falsch von der Karteikarte abgeschrieben? Übrigens habe ich in der ganzen langen Zeit nicht einen Brief von euch bekommen. Auch keine E-Mails. Bis heute. Das stimmt mich, wenn ich so darüber nachdenke, schon traurig. Ein wenig mehr Kundenpflege wäre toll. Vielleicht mal ein Geburtstagsgruß (Psst, am 25.12. würde es mir passen. Gerne auch jedes Jahr.) E-Mails sind schon sehr unpersönlich, findest Du nicht, liebe Sandy?
Etwas erstaunt bin ich dann über Eure Rechnungssumme. Muss ich wirklich für Dezember noch 386,63 € bezahlen? Echt jetzt? Das ist aber ein Haufen Kohle für 30 Tage Fernsehen und Radio. Hätte nicht gedacht, daß die öffentlich-rechtlichen Sender so teuer geworden sind. Oder lag das an einem stark verbesserten Programm? Habt ihr jetzt Superstars eingekauft? Moderiert Oprah Winfrey Wetten Dass und der Lettermann eine neue deutsche Nightshow? Oder war der Weihnachtsmann exklusiv bei Euch unter Vertrag? Ich habe das leider überhaupt nicht mitbekommen. Ich war nämlich im Dezember fast nie zuhause und konnte deshalb kein Fernsehen schauen, was mich ganz schön ärgert. Weil ich es ja jetzt dennoch bezahlen muß, stimmt`s Sandy?
Ahja, jetzt habe ich weitergelesen. Es liegt daran, daß ich meine Internetverbindung nicht rechtzeitig angemeldet habe. So ist das also. Aber eins begreife ich dann doch nicht: Wieso? Im Internet schaue ich nie Fernsehen, weil ich doch nur so einen alten Laptop habe. Und keine TV-Karte. Gut, ab und zu höre ich mal Radio, aber immer nur ganz langweilige Sender aus Afrika. Wirklich. Glaube mir. Also muß Dir da ein klitzekleiner Fehler unterlaufen sein. Ich wollte dann einen Blick in die von Dir liebenswerter Weise mitgesendete zip-Datei werfen. Da soll es detailliert aufgelistet sein. Aber weißt Du was? Ich habe kein zip-Programm. Mache es mir doch bitte ein wenig einfacher und schicke mir eine exe-Datei. Das machen die Jungs aus Nigeria auch immer, wenn die wieder Geld bei mir parken müssen. Geht super. Danach verhält sich mein PC auch immer ein wenig anders. Ich mag das.
Weil Du so schön von dem Unterlassen rechtzeitiger Einwände geschrieben hast, was dann als Genehmigung gilt: Ist ein toller Tip. Da wäre ich so jetzt nicht unbedingt draufgekommen. Nimm diesen Brief doch einfach als Hinweis, ein paar Fehler bei den vielen Millionen anderer Kunden vermeiden zu können. Natürlich überweise ich die geforderte Summe heute noch. Ist doch klar. Bei dem Fernsehprogramm. Du müsstest mir dann nur noch eine Bankverbindung mitteilen. Das hast Du in der Aufregung, endlich mal mir etwas schreiben zu dürfen, nämlich komplett vergessen, anzugeben. Oder bekommen die Nigeria-Brüder vom letzten Mal wieder alles?
Liebe Grüße
P.S. Ach übrigens, liebe Sandy: Ist Deine Mailadresse nun datenschutz ätt gez punkt de oder bist du unter der Senderangabe sxwfjrmhk ätt alexandriasurveys punkt com zu erreichen? Ich bin verwirrt, wo ich Dir doch zu gerne antworten würde. Aber das mache ich nicht an diese Adressen. Da hast Du Dich sicherlich vertippt und dann kommt meine E-Mail ja nicht an. Bestimmt ist deine richtige Adresse sandy punkt steinecke ätt gez punkt de, stimmts? So hast Du ja unterschrieben. Ich probiers einfach mal. Oder, noch besser, Du rufst mich an: (0 163) 1 73 77 431 Frank. Bis dann.
Nachtrag: Oder willst du, liebe Sandy, soviel Knete von mir, weil Dein Boss gemeint hat, nach diesen Enthüllungen hier kommen finanziell schwere Zeiten auf Euch zu. So ganz ohne Liebesfrauen, Fussball und Hummer. Dann tut es mir allerdings leid, Dir sagen zu müssen: Never ever!
Und jetzt ist es passiert
…es schneit! Heftig. Horizontal. Seit Stunden. 25 cm geschlossen in 3 Stunden. Sagte ich schon, daß ich den Winter hasse? I want to go to RIU Namibia! Aber das wisst Ihr ja schon.
Bullshit
Gerade ein unglaublich wichtiges bedeutendes langweiliges Meeting überstanden, entdeckte ich dies. Zu spät. Aber nächstes Mal trumpfe ich damit auf und dann kann ich auch so geschwollen daherreden wie dieser Businesstyp auf Speed. Jawohl…
Haben unaufschiebbare Probleme erst einmal bewirkt, dass das Produkt isometrisch quasiorganisch alles bisherige in Frage stellt, dann ist es möglich, dass die apodiktisch fundierte Gesamtstruktur kongenial ökonomisch in der Bedeutungslosigkeit versinkt, falls die anachronistisch kalkulative Konkretisierung substantiell ruhend erscheint.
Rocky`s back
Auch wenn ich nicht wirklich ein midlife-Kriselnder bin, habe ich endlich wieder einen Grund, ins Kino zu gehen. Neben Knastfilmen und Schmachtfetzen sind Boxermovies für mich beste Popcorn-Unterhaltung. Wenn Rocky VI nur annähernd so gut ist, wie Sylvester hier sympathisch wirkt, bin ich begeistert.
Wissen Sie, was meine Frau sagte, als ich stur genug war, den Film in Angriff zu nehmen? Sie sagte: ,,Sly, keine Tricks, keine verdammten Eitelkeiten, vergiss das Licht, die Kamera, erzähl einfach diese Geschichte über einen Kerl, der es nochmal wissen will!‘‘ Und Sie haben recht, es ist eine einfache Geschichte über die Würde geworden, so wie der erste ,,Rocky‘‘ – vor 30 Jahren.
Sackgauner
Notiz an mich: Next xmas besser vorbereiten. Dazu gehört es, entweder einen neuen weißen Bart zu kaufen oder Fotografierverbot über die ganze Familie zu verhängen. Als Weihnachtsmann mit Kissen unterm Mantel, fünf Meter Schal um den Mund und Gucci-Sonnenbrille auf der Nase sehe ich extremst schei… aus!
Danke für die Blumen
You are 30 years old and you are a thirtysomething at heart. You’ve had a taste of success and true love, but you want more!
Das macht mir meinen Tag heute. Elf Jahre jünger und ich habe nicht mal geschummelt. Mein Blogname bleibt aber so, stimmts 40something?
Der Teufel ist oft eine große Karte für Geschäftserfolg, harte Arbeit und Ehrgeiz. Vielleicht der am Häufigsten Missverstandene von allen, ist der Teufel nicht wirklich „Satan“, sondern der Naturgott Pan oder Dionysius. Sie sind Götter des Vergnügens und der Hemmungslosigkeit, von wildem Verhalten und grenzenlosen Wünschen. Es ist eine Karte des Ehrgeizes; gleichbedeutend mit Versuchung und Sucht. Andererseits kann die Karte eine Warnung sein, für den, der zurückhaltend ist, jemand, der sich nie erlaubt, leidenschaftlich oder unordentlich oder wild zu werden – oder strebsam. Auch das ist eine Form der Versklavung. Als Person kann der Teufel einen Mann des Geldes oder der erotischen Ausstrahlung darstellen, aggressiv, kontrollierend, oder einfach überzeugend. Er ist niemals eine schlechte Person, aber ganz sicher ein mächtiger Mann, dem schwer zu widerstehen ist. Wichtig ist es, sich daran zu erinnern, daß jede Kette freiwillig getragen wird. In den meisten Fällen bist Du nur deshalb versklavt, weil Du es zuläßt.