Fourtysomething

Die Antwort ist 42, oder?

Archiv für April 2007

Blogsüchtig?

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Five out of ten – So schlimm ist es also noch nicht mit mir. Wie sehr ich blogaddicted bin, habe ich hier überprüft:

Klar habe ich meinen Feedreader ständig geöffnet. Macht ja auch sonst wenig Sinn, oder? Und ja, ich rede mich mich schon mal mit völlig sinnlosem Geschwätz sinnvollen Dingen bullshit heraus, wenn ich etwas nicht rechtzeitig geschafft habe, weil ich mich derweil in der „blogszene“ bewegte. Auch richtig, daß ich gelegentlich vom bloggen träume. Ist aber eher selten, GottseiDank gibt es feuchtere angenehmere schönere Schlaferlebnisse. Wo und wann ich Ideen für Einträge bekomme, sage ich lieber nicht. Aber es sind definitely strange places, times and happenings! Last, but not least schreibe ich über alles, fast alles. Auch das ist so gewollt. Von mir jedenfalls.

Bei den anderen fünf Merkmalen bin ich glücklicherweise out: Weder reizt mich ein Blog meines Haustieres (isch abbe gar geine Gatze) noch mag ich twitter ausprobieren (ich finde ja schon sms lästig). Und meinen technorati-rank kenne ich nicht. Was wohl besser ist so. Wer will sich schon eine siebenstellige Zahl merken?

via off the record

Geschrieben von fourtysomething

30. April 2007 um 11:51

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Wann ist ein Mann ein Mann?

mit 4 Kommentaren

Bei meiner Lieblings20Jahrejüngerenbloggerin, der unvergleichlichen Patsy habe ich ein achtlos liegengelassenes Stöckchen aufgehoben. Nur nicht wundern jetzt. Ihr wißt ja, der fourtysomething ist anders als andere Männer. Dennoch ein echter Kerl.

Das Y-Chromosom in mir:

  • Ich fahre gerne schnell. Sehr schnell. Und auch mal rücksichtslos. Und ich fluche dabei auf unflätigste Art und Weise. Die Krönung einer geilen Autobahnfahrt ist eine zitternde Temponadel ganz unten rechts und ich ganz sehr zu weit links.
  • Ich rülpse und furze schon mal gelegentlich immer, wenn ich besoffen bin. Die Flatulenzen allerdings nur heimlich! Meistens.
  • Ich trinke gerne und öfter Bier und esse bluttriefendes, nahezu rohes Fleisch in Massen, hasse dafür in einsamen Himalayatälern gezüchteten Salat und mit besprochenen Steinen gebenedeites Wasser.
  • Ich kann nicht singen, nicht nähen, nicht kochen und nicht bügeln. Okay, das Letzte ist gelogen. Mache ich trotzdem nicht.
  • Ich habe nur drei paar Schuhe: Einmal für den Anzug, einmal für den Sport und einmal für den Rest. Neue gibt es nur, wenn durch die Löcher in der Sohle soviel Regen kommt, daß Frösche ihr natürliches Reservat zugunsten meiner Treter verlassen. Achso, ich hasse Schuhläden!

Das X-Chromosom in mir:

  • Ich hasse aber auch Baumärkte und kann bis heute eine Bohrmaschine nicht vernünftig bedienen. Ich sehe den Sinn und Zweck von 347 verschiedenen Schraubensorten nicht ein und weiß nicht, was ein extrudisch gefeilter Kantnagel sein soll.
  • Mein Kleiderschrank solte begehbar sein. Und mit Licht. In einem separaten Raum bitte. Sonst finde ich nichts wieder. Und ich habe doch soooo schöne Sachen…
  • Ich mag Sex and the city – ehrlich! Und George Clooney. Außerdem heule ich bei jeder Szene, in der im Film geheult wird. Und schäme mich noch nicht einmal dafür.
  • Ich bin völlig und ganz und gar orientierungslos. Rechts und links geht, ja, danke der Nachfrage. Aber ich kann einen Weg hundertmal gefahren sein. Beim hundertersten verfahre ich mich. Garantiert. Gleiches gilt für Parkhäuser (Wo ist die verd….Karre?), große, wirklich sehr große Einkaufszentren (Ich will aus diesem Baldi raus!) und Massenaufläufe (Stadion, Konzerthalle, Autorenlesung – Where the fu…. bin ich hier?).
  • Man nennt mich auch den „Frauenflüsterer„. Auf jeder Party stehe ich bei den Weibern Damen Frauen. Alleine unter Wölfinnen. Und sie hören mir zu texten mich voll. Besprechen Ihre Sex- und Partnerschaftsprobleme mit mir. Und finden es „ganz tufte, wie toll du zuhören kannst. Meiner knurrt immer nur.“ Um dann mit ihrem Arschlochfreund wieder nach Hause zu wackeln. See u next time, girlie. I´ll be there.

Nur, damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin nicht schwul. Obwohl das auch egal wäre. Mir jedenfalls. Ich bin einfach nur manchmal furchtbar weiblich. Mama! So, mal sehen, was ihr daraus macht. Stockweitwurf an morgiane (wenn sie noch Zeit dafür findet), SkyCaptainBlue (Auch wenn es aus dem tiefsten Osten kommt, nimmst du es auf?) und DonParrot (dingdong, der Interviewer!). Wer sonst noch mag, hebe ihn sich selbständig auf.

Geschrieben von fourtysomething

27. April 2007 um 15:56

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Meine IP bleibt meine IP

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Es besteht Hoffnung, daß Wolfgang S. in eine andere Richtung rollt. Und daß es entgegen anderslautender Meinungen doch Politiker mit Hirn gibt. Freut mich. Bitte weiter so. Da gibt es noch einiges mehr zu tun.

Geschrieben von fourtysomething

27. April 2007 um 9:31

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Schreibimpotenz

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Ich freue mich, wenn meine Texte, Ansichten, Notizen und was sonst noch so hier veröffentlicht wird, auf anderen Seiten landet. Mit einer Quellenangabe und als Zitat ist das wunderbar und meiner Meinung nach das, was die blogszene doch ausmacht. Was ich definitiv nicht leiden kann, ist simples copy & paste, um den eigenen blog zu füllen. Genau das ist mir einmal passiert. Ich hatte es nur per Zufall herausgefunden, habe denjenigen angeschrieben und darum gebeten, so etwas bitte nicht zu machen. Ich war dennoch bächtig möse mächtig böse. Und deshalb schaue ich gelegentlich hier nach, ob wieder jemand meint, bei mir klauen zu müssen. Page copy protected against web site content infringement by Copyscape Hey Leute, so toll ist das Alles hier doch garnicht. Das könnt Ihr auch alleine schreiben. In eigenen Worten. Da bin ich ganz sicher. Und wenn es dann keiner liest, fragt Ihr? Tja, shit happens!

Geschrieben von fourtysomething

27. April 2007 um 9:03

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Lupenrein

mit 4 Kommentaren

Der Schröder kriegt ja jetzt richtig Dresche, weil er Putin für einen lupenreinen Demokraten hält. Die Merkel hält Bush für einen lupenreinen Demokraten. Where is the fucking difference there?

Er ist einfach klasse. Sagte ich ja schon einmal.

Geschrieben von fourtysomething

26. April 2007 um 16:37

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Politik als Zuschauer?

mit 3 Kommentaren

Also so langsam bekomme ich eine derartige Wut:

…Es ist auch Desinteresse, Faulheit und der fehlende Glaube, dass man mit seiner Wählerstimme etwas erreichen kann…Da mögen DDR-Prägungen nachwirken…entsteht etwas wie eine Zuschauerdemokratie. Die Menschen meinen, nicht mehr, mittun zu müssen. Sie schalten den Fernseher ein und erleben Politik als Zuschauer…

Das sagt Wolfgang Thierse, der Präsident des deutschen Bundestages, SPD-Politiker und…genau, aus dem Osten. Eine steilere Steilvorlage konnte er wohl nicht liefern. Lieber Herr Thierse, denken Sie eigentlich auch mal nach, bevor Sie so etwas sagen? Natürlich ist es unbefriedigend, wenn zu einer Kommunalwahl wie jetzt in Sachsen-Anhalt nur noch ein gutes Drittel aller Menschen wählen geht. Aber über das warum sind sich eigentlich alle im Klaren. Nur Sie und Ihre Kumpanen Kollegen Genossen Freunde in Berlin und anderswo wohl nicht. Was glauben Sie, wie frustrierend es allmählich ist, von Ihresgleichen regiert zu werden? Keine Problemlösungen. Nirgendwo. Nur durchwurschteln und mit bangem Blick auf die Wahlen schauen, die sie dann samt und sonders verlieren. Nein, ich bin (und da wiederhole ich mich gerne) keiner von den frustrierten ostdeutschen arbeitslosen Naziwählern in vollgesiffter Jogginghose. Die sind eindeutig das schlimmste Krebsgeschwür der deutschen Politik. Ich will, verdammt nochmal endlich regiert werden. Ich will klare Konzepte, eingelöste Wahlversprechen und Politiker, die einen Arsch in der Hose haben. Sonst gehe ich. Selber in die Politik. Jawohl, so einfach ist das. Und dann gnade Ihnen Gott!

Geschrieben von fourtysomething

25. April 2007 um 17:45

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Ostsex

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„Aha“, sagte ich, „so fühlt man sich also, wenn man ein Klischee bedient hat.“ Sie schaute mich fragend an. „Dialekt, gepierced, tätowiert, rasiert, DDR, Sandy. Mehr geht ja nun echt nicht.“ Statt wie erwartet erschlagen zu werden, lachte Sandy laut auf und sagte: „Arrogant, übergebildet, ungebräunt, zu dick, unrasiert und keine Ahnung vom Vorspiel. Ich bin genauso reingefallen.“

Sehr schön begeschrieben. Und was lernen wir daraus? Sex ist immer anders, egal wo die Beteiligten herkommen.

Geschrieben von fourtysomething

25. April 2007 um 16:31

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Wat ess?

mit 8 Kommentaren

Die Freiheit des Schreibens hat ihre negativen Seiten, wie ich soeben mit Bestürzung feststellen durfte. So etwas finde ich einfach nur geschmacklos. Ich war nämlich, treudoof wie ich ja nun einmal bin, zunächst echt bestürzt, weil ich annahm, es handele sich um eine reale Geschichte. Doch es zeigt sich, wie sehr manche der von mir jedenfalls nicht mehr geschätzten Blogger mittlerweile abgehoben sind. Sorry, Jungs und Mädels, aber über so etwas kann und will ich nicht lachen. Noch nicht einmal schmunzeln. Geh` mir fott! BAP hat (mal wieder) die richtigen Worte für Euch. Listen, guys and try to think about:

Wat ess

Do küss en ming Buud, Papier un Kuli en der Hand, bemerkst wie et he ussieht un sähß: Aha, sehr interessant! Do jiss dir Möh, dich ze verstelle, leeve Mann. Ahm beste jöövste dat treck draan. Doch irjendjet läuf he, un do wills wesse, wat et ess. Oder – wat ess?

Do mähß dir paar Notize, do fings mich tres boheme. Do ackers, bohrs un quetschs mich uss, vermutlich noh System. Do weeß mir langsam irjendwie doch unanjenehm. Jung, schnapp ens Luff, krich dich ens enn! Do meins, irjendjet wöör met mir, un do wills wesse, wat et ess. Oder – wat ess?

Dä Presseausweis ahm Revers,do wo en jeder sieht, weil mit dämm Dinge besste wer,dä su ziemlich jeder intressiert. Pass op, dat de dat Dinge do öm Jotteswille nit verliers! Pass op, dat dir dat nit passiert! Dann merk womöglich keiner mieh, wie jöttlich do doch bess. Oder – wat ess?

Jetz mähßte op wichtig, mähß op Förderer der Kultur. Lööß janz jeschick paar Name falle un luhrs dann op ding Quarzuhr. Do hätts noch vill Termine hück, oh, die kenn ich ald die Tour. Op die Tour mähßte mich nur stur. Do merks, mir stink jet, doch do merks nit, dat do dat bess. Oder – wat ess?

Do frööß mich all die Saache, die do eijentlich janit wesse wills. Ich antwoode nur Schwachsinn, dat pass dann prima en ding Bild. Do schmirjels mir de Nerve, Kääl, un zwar e bessje vill. Ich kann nit mieh, bess jetz ens still?! Do strapaziers mich, unerträglich wie de bess. Oh, Mann, halt de Fress!

Jetz deißte als wöör ich schizzo, notiers als Stichwort nur Chaot. Do meins wohl, dat ich Lala wöhr, wa? Do Trittbrett-Idiot. Dann heuchelste Verständnis, weil do häss Angs, do köhms zo koot. Et jitt zovill vun dinger Zoot.Tatsächlich läuf jet, nur ihr kapiert nit, wat et ess.

Meine Blogroll werde ich die Tage mal intensiver überprüfen. Der Fragliche jedenfalls, um den es hier geht, fliegt sofort. Ich weiß, daß ihn und seine Freunde das nun überhaupt nicht interessieren wird. Ist mir leider sowas von wurscht!

Geschrieben von fourtysomething

24. April 2007 um 19:00

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NullBuchstabenBlogger

mit 3 Kommentaren

Ich bin ein NullBuchstabenBlogger – wegen hier und überhaupt.

Geschrieben von fourtysomething

23. April 2007 um 18:16

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fourtysomething testet singlebörse

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Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag

Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Meine erste Rezension für trigami. Auftrag: Rezension über Jubilon.de, eine Internet-Partnervermittlung für den Raum Köln / Bonn / Düsseldorf. In mindestens 300 Wörtern soll ich vor allem

ein Feedback zum Anmeldeprozess und zum Erstellen des Profils geben. Qualitätseindruck des Fragenkataloges, Qualitätseindruck der Erläuterungen bei Vermittlungsprinzip und Rundgang, Qualitätseindruck der Kontaktvorschläge, besonders im Hinblick auf die unter den Kontaktvorschlägen eingestellten Texte zur Paarbeziehung.

Und das Ganze ehrlich & fair. Gerne, was anderes wird es hier auch nicht geben. Achtung, liebe Leser, es ist lang. Sehr lang. Wenn ich so etwas mache, dann richtig!

Fangen wir an mit dem ersten Eindruck der Seite jubilon.de. Eine angenehme Farbgestaltung in rot und orange. Eine übersichtliche Startseite mit wenigen Navigationsbuttons und, ungewöhnlich heutzutage, ohne jedwede Drittwerbung. Impressum, AGB`s, Preise und Inhaber sowie Datenschutzerklärung sind mit einem Klick einsehbar. Einziger Kritikpunkt ist die unscharfe Schrifttype im Headerbild. Neugierig, wie ich nun einmal bin, schaue ich zunächst bei „Über uns„, wer hinter jubilon.de steckt. Überraschung: Es sind zwei real wirkende Menschen. Heike und Johannes Tack. Google-Abfragen fördern nichts zustande, was ungewöhnlich wirken würde oder von einer weiteren Nutzung abbringen könnte. Gut. Die Beiden möchten Geld damit verdienen, einsame Herzen regional zusammen zu bringen. Dagegen spricht nun erstmal nichts. Und auch dies

Ihre Anmeldung macht für Sie, uns und unsere Mitglieder nur Sinn, wenn Sie wirklich auf der Suche nach einer liebevollen Partnerschaft sind.Und dann sind Sie hier herzlich willkommen!

klingt erfrischend normal.

Ein Klick auf den Button „Rundgang“ und ich ärgere mich ein wenig. Grundsätzlich mag ich keine Seiten, die flashgesteuert sind. Abgesehen davon, daß es genügend Nutzer gibt, die sich dann erstmal so etwas herunterladen müssen, es aber im Grunde nicht wollen und schnell wieder weg sind (kontraproduktiv), abgesehen davon ist diese Flashpräsentation meines Erachtens völlig überflüssig. Nichts, was dort präsentiert wird, wäre dem User nicht vorher schon klar gewesen. Und warum dort nur Bilder von einem Mann mit häßlichen Bart und schleimigen Grinsen, dafür aber kein einziges weibliches Wesen auftaucht, wissen wohl nur die Site-Betreiber zu erklären.

Nächste Aufgabe: Ein Profil anlegen. Innerlich stöhne ich jetzt bereits ein wenig, weil ich ahne, auf was ich mich hier eingelassen habe. Der Fragenkatatog läuft über eine gesicherte ssl-Verbindung. Positiv. Auf jeder der nun folgenden 23 (in Worten: dreiundzwanzig!) Seiten ist der Bearbeitungsstand in Prozent angegeben. Falls ein Feld leer geblieben ist, erscheint ein roter Hinweistext und es geht erst weiter, wenn wirklich alles ausgefüllt wurde. Das Ganze soll zehn Minuten dauern. Es beginnt mit der Abfrage zum Partnerwunsch: Geschlecht, Alter, Größe, Einschränkung des Wohngebietes, mit oder ohne Kinder, welche Ausbildung sollte mindestens vorhanden sein und … rauchen. Wow! Mir wird immer mehr bewußt, wie stigmatisierend anscheinend heute der Griff zur Zigarette ist. Nunja, die Zeiten ändern sich eben. Da kann man schon froh sein, wenn nicht noch die Schmuckpräferenz oder die minimal erlaubte Fahrzeugklasse erfragt wird. Und die Menge des täglichen Nikotins ist dann doch (glücklicherweise) nicht gefragt. Bist du gut oder böse? Rauchst du oder nicht?

Auf der nächsten Seite die eigenen Angaben. Die Sinnhaftigkeit der Frage nach dem Geburtsdatum erschließt sich mir noch. Auch die eigene Größe und eigene Kinder sind, no doubt, wichtig bei der Auswahl geeigneter Partner. Warum, zum Teufel, allerdings mein Gewicht erfragt wird, aber beim Partnerwunsch genau eben das nicht, will mir nicht in den Kopf. Szenarien von vermittelten Singles, die beim ersten realen Anblick der unerwarteten Körperfülle oder auch Körperdürre Ihres Gegenübers fluchtartig das Weite suchen. Also, wenn, dann bitteschön, auf beiden Seiten pfundige Angaben. Anschließend muss die eigene Bildung angegeben werden und woran ich glaube oder ob ich überhaupt glaube, wollen Heike und Johannes auch gleich wissen. Ist okay, Unterschiede hierin können sich sicherlich im wahrsten Sinne des Wortes „fundamental“ auf eine glückliche Partnerschaft auswirken. Der moslemische Hauptschüler hat möglicherweise weniger Freude an einer buddhistischen Frau Doktor. Oder gerade dann. Ich bin ein wenig verwirrt, schweife ab und konzentriere mich beim Blick auf die Uhr schnell auf die nächsten Fragen.

Ob ich den Wohnort wechseln würde, soll ich angeben. Was ich gerade arbeite, darf ich sagen. Muss ich aber nicht. „Keine Angabe“ ist möglich und das ist in meinen Augen ein Pluspunkt. Nicht jeder mag gleich alles preisgeben oder schämt sich, gerade oder auch schon sehr lange arbeitslos zu sein. Treibe ich Sport? Wenn ja, welchen? Ebenso wie bei den folgenden Hobbies ist auch hier „keine Angabe“ möglich. Sinnvoll erscheint das allerdings nun nicht unbedingt. Immerhin soll hier ein aussagekräftiges Profil erstellt werden. Und irgendein Hobby hat wohl jeder. Gerade diejenigen unter uns, die noch oder wieder alleine sind. Es folgen Seiten mit der Freizeitgestaltung, Haustieren und Urlaubsvorlieben. Auch das geht in Ordnung und ist relativ allgemein gehalten. Interessanter wird es bei der Frage nach den musikalischen Vorlieben. Ein freies Textfeld wartet mit blinkendem Cursor auf eine Eingabe und ich beginne zu rätseln, was dort wohl stehen soll. Da meine Hörgenüsse aus derart unterschiedlichen Bereichen kommen, tippe ich Disko, Rock, Jazz, Klassik, HipHop, 80er ein und … werde enttäuscht! Zuviel Text. Abkürzungen gehen nicht. Also entscheide ich mich für 80er. Geht auch nicht. Zum ersten Mal fluche ich leise. Okay, dann eben Jazz. Das geht. Nicht ganz meine Präferenz eigentlich, aber ich will weiter. Ob ich ein Musikinstrument spiele, wollen sie wissen. No, not really. Weiter.

Jetzt kommt ein Hinweis, den ich mir wesentlich früher, nämlich ganz am Anfang des Fragebogens gewünscht hätte: Einzelne Angaben werden nicht veröffentlicht, dienen nur der Profilierung. Zum Beispiel die Frage nach Schlafgewohnheiten, Einstellung zu Sexualität und Treue. Sicherlich wichtig, also versuche ich, ehrlich zu antworten. Und es tut auch gar nicht weh. Ist nicht tragisch und, vor allem, nicht peinlich. Positiv. Weiter geht es mit Selbsteinschätzungen unter zu Hilfe nahme von Attributen (liebevoll, intelligent, romantisch, offen, hilfsbereit usw.). Ja, alle fünfundzwanzig treffen auf mich zu. Ist doch klar. Oh, es dürfen nur vier Begriffe angegeben werden? Gut, also sortieren. Nun noch die Angabe, welche Zeitungen und Zeitschriften ich gerne lese. Playboy, BILD (Nee, ne? Kreuzt das wirklich jemand an? Gibt das dann Minuspunkte?), Spiegel, Zeit und sogar „lokale Tageszeitung“ sind aufgeführt und sollten wohl jedes Spektrum abdecken.

Nächste Seite. Der Zähler zeigt, daß ich 50% geschafft habe. Ohweia, was kommt denn da noch alles? Auf einer Skala von „trifft voll zu“ bis „trifft gar nicht zu“ soll ich ca. 100 Aussagen bewerten. Beispiele:

Ich bin eher praktisch als erfinderisch veranlagt.
Es tut mir weh jemanden leiden zu sehen.
Ich stehe oft unter Zeitdruck.
Ich kann oft erahnen, was in anderen vorgeht,
bevor sie es selber aussprechen.
Konflikte und Streit mag ich nicht,
am liebsten will ich meine Ruhe haben.

Und so weiter und so fort. Ungefähr nach den ersten dreiundzwölzig Aussagen meine ich, Wiederholungen in den Kernaussagen festzustellen. Ob das Absicht ist? Psychologisch ausgefeilt? Ich weiß es nicht, aber so langsam möchte ich gerne fertig werden und beginne, ein klitzekleines bißchen zu schludern. Nach einer guten Viertelstunde bin ich fertig. Angabe einer E-Mail und Passwort, nickname aussuchen, AGB bestätigen: Die lesen sich für einen Nichtjuristen wie mich gut. Deutliche Leistungs- und Kündigungsbeschreibungen und ein Hinweis, wieviele domains sich unsere beiden Tack`s gesichert haben. Wow! Neben jubilon mit de, at und ch auch „glück-in-der-liebe“ in allen möglichen rechtschreibformen und, na klar, auch de, at, ch. Geschäftstüchtig scheinen sie zu sein, aber eben auch offen. Gefällt mir. Oder muss das in solchen AGB`s stehen? Keine Ahnung, ich will jetzt endlich fertig werden mit der Anmelderei hier. Jetzt soll ich noch meinen Namen und meinen Wohnort angeben. Als Tester teste ich. Also Max Mustermann in eben dieser Straße und Ort. Das geht! Erstaunlicherweise. Liebe jubilon Macher, die ihr diesen Bericht (hoffentlich) lest: Den Mustermann dürft ihr dann wieder aus der Datenbank schmeißen. Das war ich, der sachsenwunder-Tester. Es werden mir verschiedene Pakete angeboten. Ich wähle (oh Wunder!) das kostenlose Testabo. Damit kann ich keinen Kontakt aufnehmen mit den Partnervorschlägen. Die genauen Preise sind angegeben und meines Erachtens in Ordnung, wenn es denn eine solide Vermittlung ist.

Nach wenigen Sekunden ist eine Bestätigungsmail da und ich bin registriert. Bei „Kontakvorschlägen“ steht:

Ihre Kontaktvorschlagsliste wird in den ersten 15 Minuten jeder vollen Stunde berechnet, Veränderungen und neue Vorschläge werden anschliessend für Sie hier eingestellt.

Dauert noch ein bißchen, es ist gerade viertel vor! Also erstmal die Möglichkeit, ein Bild hochzuladen, ausprobieren. Geht auch erstaunlich einfach. Maximal drei Fotos dürfen rein. Und noch ein Hinweis: Der erstellte Fragebogen. Ihr erinnert Euch, die ca. 100 Fragen zu allem und jedem. Genau, das dürft Ihr bis zu dreimal neu machen.

…um Schwankungen in der Tagesform ausgleichen und damit besser passende Kontaktvorschläge erhalten zu können. Wir sind unseres Wissens nach der einzige Anbieter der seinen Kunden diese Möglichkeit bietet.

Wenn Ihr wollt. Aber, ganz ehrlich, wer kämpft sich da mehrmals durch? Ich sicherlich nicht.

Tatsächlich finden sich dann nach der nächsten vollen Stunde 24 Kontaktvorschläge in meiner Liste. Neugierig klicke ich mich durch die nach einem mir unerklärlichen Punkteschema sortierte Liste. Ganz oben und damit wohl die passendste Partnerin hat 38 Punkte. 11 Faktenpunkte und 27 Persönlichkeitspunkte. Das sagt mir nun ja überhaupt nichts wenig. Hier fehlt ein Hinweis, wieviel Punkte maximal möglich sind. Eine etwas genauere Erläuterung findet sich unter Vermittlungsprinzip Dort gibt es auch detailliert nachzulesen, wie das Ergebnis der Partnersuche zustande kommt. Mit einer hübschen netten Geschichte von einem Mann, der Seesterne ins Meer wirft. Nicht unbedingt mein Fall, aber sicherlich ansprechend gemacht. Ich klicke währenddessen auf den nick xyz1234 (anonymisiert von mir) und darf das lesen, was die 44jährige katholische pfundige Brigitteleserin aus Sicht von jubilon mit mir verbindet. Gut, denn hier werden im Freitext Eigenschaften beschrieben und überprüft:

Kennzeichnende Persönlichkeitsmerkmale des Vorschlags
So könnte eine Beziehung
mit diesem Menschen aus Ihrer Sicht aussehen
Beziehungsmuster beider zueinander
Wie würde dieser Kontaktvorschlag
eine Beziehung mit Ihnen sehen?

Auch wenn dies alles Textschablonen und -bausteine zu sein scheinen, da sich gleiche Angaben unter verschiedenen Vorschlägen finden, finde ich es dennoch eine gelungene Idee. Übrigens werden die Kontaktvorschläge tatsächlich stündlich aktualisiert, so daß auch neu hinzu gekommene Partnersuchende wahrgenommen werden. Und falls nun niemand unter diesen 24 Vorschlägen so ganz die richtige zu sein scheint, gibt es eine zweite Liste. Dort stimmen unter Umständen das gewünschte Alter oder/und die Körpergröße nicht, aber dafür andere Suchkriterien.

Fazit: Es war eine interessante Erfahrung, mich bei einer Singlebörse anzumelden. Die Aufmachung von jubilon finde ich sehr angenehm. Ebenso die Offenheit in punkto AGB und „Wer sind wir und was wollen wir“. Weniger gelungen empfinde ich den umfangreichen, detaillierten Fragenkatalog, der schlicht zu lang ist. Die Optik der Seite könnte im header-Bereich besser sein. Die Ergebnisse der Kontaktsuche befriedigen. Inwieweit sich hieraus echte Partnerschaften ergeben und ob, viel wichtiger für den suchenden single, der ich nicht bin, es tatsächlich alles reale Menschen sind, kann ich nicht beurteilen. Mein Test endete vorher. Genau hier. Danke für die Aufmerksamkeit.

Geschrieben von fourtysomething

23. April 2007 um 17:48

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