Archiv für Mai 2007
Kritik – nein danke!
Lest das bitte selbst. Wenn ich es Euch erzählen würde, Ihr würdet es mir doch nicht glauben! Manchmal bin ich einfach nur noch müde. Und dann wieder will ich schreien. Laut und heftig: Habt ihr sie eigentlich noch alle?
Nachtrag: „BILD“ ist okay, „RTL2″ ist super, „Das goldene Blatt“ harmlos, aber die „taz „böse? Warum erinnert mich das bloß an „Neues Deutschland“ und „Aktuelle Kamera“? Nichts habt ihr gelernt, aber auch rein gar nichts…
Einkaufen macht Spaß
Herr Harste, bitte übernehmen Sie!
Ja, ich weiß, Angestellte im Supermarkt haben es schwer. Keine Frage: Lange Arbeitszeiten, krummer Rücken, wenig Geld. Ich akzeptiere das im allgemeinen und versuche, noch höflicher zu sein, als ich es ohnehin schon immer meistens bin. Das hat mir nebenbei bemerkt vor einigen Tagen den aufregendsten Flirt seit Monaten beschert. Wow, was für ein Augenaufschlag! Und dieses Lächeln erst! Leute, ich sage Euch, Ihr müsst mal in den … Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Was wollte ich sagen? Achja, genau: Ich verstehe, daß irgendwann neue Ware eingeräumt werden muss. Auch daß dann gelegentlich eine Europalette (wieso lese ich jetzt Europa-Lette und denke an was ganz anderes?) vor dem gesamten Kaffeeregal steht und ich houdinimäßige Verrenkungen machen muss, um später gnädigerweise fünf Euronen für meinen Herzkaffee bezahlen zu können, obwohl ich dann eher Schmerzgel für meine Gelenke bräuchte. Aber erstens begreife ich nicht, wieso diese ganze Einräum Umräum Verpackungsorgie jeden Tag zu exakt der Zeit stattfindet, zu der normalerweise Scharen der arbeitenden Bevölkerung auf dem Heimweg wie Heuschrecken in die Konsumtempel einfallen!
Und noch viel weniger will eine logische Erklärung in mein Kleinhirn gelangen, wieso das nicht wenigstens so koordiniert ablaufen kann, daß mindestens ein winziger Gang freibleibt? Vorzugsweise an den Regalen und nicht, wie heute wieder gesehen, Europalette eins direkt ans Kühlregal geschoben und Europalette Nummer zwei gegenüber auf die andere Seite des Ganges direkt an die Getränkekisten. So blieb ein Gang frei. Richtig. Maximale Durchfahrbreite für den genormten Einkaufswagen. Nur, daß die Wagen alle leer blieben. Wie auch anders, verdammt noch mal?
Das Gesicht der einpackenden „Marktfrau“ sprach Bände über ihre Begeisterungsfähigkeit. Platz machen für einen Kunden, der Geld ausgeben will? Nicht doch, wir wollen uns ja nicht überanstrengen. Die leeren Joghurtpaletten kann man übrigens sehr gut als Wurfgeschoss verwenden, hab ich heute gelernt. Das rummst so lustig, wenn die Dinger auf den Boden klatschen. Showprogramm vom Feinsten! Milcherzeugnisse so in einen gekühlten Schrank einräumen, daß ein normal veranlagter Mitteleuropäer ein von ihm präferiertes Objekt seiner Begierde ohne Deformation des Behältnisses und, ganz wichtig, ohne Komplettabriß der Kühltheke an sich nehmen kann, wäre übrigens mal ein Schulungsthema.
Und wenn dann in der Kassenschlange ein gentechnisch bedingt fettes beleibtes für ihr Gewicht zu klein gebliebenes Pärchen mit Achselschweiß, gegen den kein AXE-Werbeversprechen dieser Welt anstinken kann, steht und nach gefühlten eineinhalb Stunden ich in ein Kassiereringesicht inklusive Oberlippenhaare blicke, die mich anschnauzt „Gönnse nüsch dä Biergasten direktemang off meen Band schdellen, junger Mann?“, dann, ja genau dann möchte ich gerne Selbstversorger sein. Daß ich anschließend draußen auf dem Parkplatz knapp dem Tod durch Gewichtsverdrängung mittels eines T-Shirt tragenden ostdeutschen Sumokämpfers entgangen bin (superschneller Ausfallschritt links), will ich mal gar nicht erwähnen. Übrigens hat mein Einkauf knapp einen großen Schein verschlungen. Nur mal so am Rande, Herr Netto!
Blog des Tages (II)
Keine Ahnung, wie ich auf sie gestoßen bin (geiles Wortspiel, nicht wahr?). Ich schwöre, es war nicht über google und auch nicht bei youporn! Sehr erfrischend ungewöhnlich und deshalb mein blog des Tages: Das blonde Alien. Und extra für sie, junge Frau, eine neue Kategorie hier: Sex. Ja, endlich mehr traffic hier. Geil! Oder soll ich Porno nehmen?
Nierenpoker im Fernsehen
Gladiatorenspiele im alten Rom waren wirklich Kindergeburtstag gegen das. Ihr Holländer habt doch wirklich nicht mehr alle an der Waffel, oder? via Waschsalon
Geiz ist geil ist tot
Das Ende kommt leider genau fünf Jahre zu spät. Es ist eigentlich ganz einfach: Jede Ware hat ihren Preis. Und wer geizig ist, muss mit handwerklich unbefriedigenden Waren zufrieden sein. Wer das nicht will, spart auf vernünftige solide Waren. die kosten eben mehr. Leider glaubten zuviele an den (zugegebenermaßen sehr eingängigen) Slogan. Folge: Neben einer miesen Qualität bekommen wir heute zu 90% auch noch miese Dienstleistungen dazu geliefert. Wann begreifen wir eigentlich, daß das alles Geld kostet und ein Unternehmer genau das Geld verdienen will? Ich rede nicht von den Gierigen, die den Hals nicht voll kriegen. Aber ein kleiner Mittelständler geht darüber pleite. Und dann regen wir uns auf über hohe Arbeitslosenzahlen. Aber die neue Wii schön beim Planetenmarkt kaufen, iss klar!
Die G8-Mauer steht
Zu diesem Thema möchte ich mich eigentlich nicht äußern. Dachte ich bis eben. Aber es beschäftigt mich ja doch die ganze Zeit, deshalb fasse ich nur einmal kurz zusammen: Die acht angeblich wichtigsten mächtigsten selbsternannt „größten“ Regierungschefs der ebenso angeblich führenden Industrienationen treffen sich in einem ostdeutschen Kaff an der See, sitzen, stehen und schwatzen drei Tage lang zusammen und diskutieren über arme Länder, Klimaschutz und AIDS. Das Ganze ist soll generalstabsmäßig geschützt sein mit einer zweieinhalb Meter hohen und 12 Kilometer langen Mauer inklusive Natodraht, Bewegungsmelder und (natürlich) Videoüberwachung. Selbst einen alten NVA-Turm haben sie reaktiviert.
Habe ich das soweit richtig mitbekommen? Die sieben Jungs und das Merkel repräsentieren ca. 13% der Weltbevölkerung, bestimmen aber der Einfachheit halber gleich über den kümmerlichen Rest von geschätzten 5,7 Milliarden Menschen. Dafür wird jeder dieser glorreichen acht Politiker von knapp 2.000 Polizisten geschützt und den deutschen Steuerzahler kostet ein einziger Tag eines simplen Staatsoberhauptes im Ostseebad so um die 3,9 Millionen Euro. Auch Schorsch Dabbeljuh. Fuck, ich fasse es nicht!
Die dunkle Seite der Macht
Momentan kann ich dreiviertel meiner abonnierten Feeds getrost überfliegen nicht lesen. Einziges Thema ist dort der dreißigjährige Sternenkrieg. Schlagt mich, aber ich finde Star Wars ist eine der die überschätzteste Filmserie des letzten Jahrhunderts.
„Noch Fragen, Kienzle?“
„Ja, Hauser. Wenn ein frühpensionierter Endvierziger der Bahn als „Leiharbeiter“ einer Fremdfirma für seinen alten Arbeitgeber weiter arbeitet und dann auf offiziellen Telefonlisten erscheint und wenn ein Fernsehsender (aus gutem Grund) seinen Namen schwärzt, aber vergisst, mit seiner danebenstehenden Handynummer gleichfalls zu verfahren, wie nennt man das dann?“ „Ach Kienzle, das heißt dann wohl „Blödjournalismus“. Oder dumm gelaufen. Oder einfach: Persönlichkeitsverletzung. Aber so etwas machen nur die Sozis anderen, oder Kienzle?“ „Nein, Hauser, außer Wolfgang S. macht das jetzt auch unser Haussender. In dieser Sendung, die so heißt wie unsere. Nur mit Uhrzeit hinten dran. Frontal21, das war Mist.“ „Na dann, Guten Abend!“
Erster blogschrei
Der teddykrieger fragt sich, ob wir alle bei unserem ersten blogeintrag „fantasielos und verplant“ waren. Schnell nachgeschaut und festgestellt, daß ich das oft war bin. Mein starter war nicht schlecht anders als die anderen. Danach allerdings ging es auf und ab. Mit der Qualität, meine ich. Mal sehen, was da die Jahre noch zusammen kommt. Dabei fällt mir ein, daß ich heute früh in meinem feedreader bei irgendwem von einer site gelesen habe, auf der man sich selbst e-mails schicken. In die Zukunft des eigenen Ich sozusagen. Interessant. Muss ich nochmal googlen gehen.
In eigener Sache
Ich bemerke gerade ein gesteigertes Interesse an diesem blog und vermute die neuen Besucher kommen vom admartinator. Herzlich willkommen! Ein Hinweis sei erlaubt: Dieses Blog besteht seit 25 Tagen unter der wordpress-Oberfläche. Vorher war ich gut 500 Tage als fourtysomething twoday-blogger. Wen es interessiert, der mag auch dort vorbeischauen. Dort finden sich 295 mehr oder weniger fesselnde Beiträge und der eine oder andere spannende Kommentar.
Im übrigen bitte ich die zahlreichen Layoutwechsel hier zu entschuldigen. So ganz zufrieden bin ich immer noch nicht und habe nun die 15$ berappt, um auch das css ändern zu können.