Fourtysomething

Die Antwort ist 42, oder?

Archiv für Dezember 2007

Vince Bahrdt auf dem Weg nach Osten

mit 6 Kommentaren

Auf dem Weg heimwärts von der excessiven, lauten, feuchten Weihnachtsfeier mit über 300 anderen, die für die gleichen Chefs arbeiten im angeblich so goldenen und doch so erfreulich stinknormalem Westen, auf diesem Weg, der quer durch die Republik führte, begleitet von Nebel, Schnee, Wintersonne, Glatteis und Tausenden anderer Xmas-Fahrer, auf diesem Weg also lief im Radio der Deutschlandfunk.

Ja, dieser normalerweise sehr dröge, aber überaus informative Talksender in der besten Bedeutung des Wortes „Gespräch“. Wenn mir das dümmliche Gequatsche der 17jährigen Moderationsgören auf Sendern wie 1live, JumpFM oder Radio Brocken Hundertirgendwas zu sehr auf die Nüsse geht und ich nicht mal ein Zehntel der musikalischen Beiträge erkenne, geschweige denn diese als Musik bezeichnen würde, dann schlägt die Stunde des Dradio. Während einer über achtstündigen Fahrt gen Osten kommt da einiges an Informationen zusammen. Vieles rauscht vorbei, einiges interessiert und dient der Stabilisierung des halbgaren Wissens aus Tageszeitung und offenen Augen und Ohren im täglichen Leben und manches erfreut einfach.

So wie das Interview mit Vince Bahrdt. Pianist und Songwriter. Die eine Hälfte von Orange Blue. Was für ein erfrischend normaler Typ, der es schafft, die Musik zu machen, die ihn, und nur das bedeutet ihm etwas, gefällt. Die er einfach machen will. Und dem es scheissegal zu sein scheint, ob er dem gängigen Mainstream entspricht. Der sehr gelassen zur Kenntnis nehmen kann, daß Hollywood auf ihn aufmerksam wurde und er Filmmusik machen sollte. Der sein Album Mordballaden nennt und auf dem jeder einzelne verdammte Song mehr Gehalt hat und mehr Gänsehaut verursacht als Myriaden der gequirlten Superstarscheisse, die mir täglich aus den Dudelsendern entgegen plärrt.

Strengste Empfehlung für Euch, meine drei bis fünf Leser, die selbstverständlich nicht nur hier gerne lesen, sondern auch den annähernd gleichen Musikgeschmack aufweisen: Mordballaden von Vince Bahrdt. Gespielt haben sie übrigens den Song „You are“, der halb deutsch, halb englisch gesungen so eine wundervolle Stimmung zu zaubern versteht, daß ich allein deswegen das Album mein eigen nennen werde. Für einen Weihnachtswunsch ist es ja schon ein wenig spät. So wird der morgen wieder ein fucking year älter werdende fourtysomething sich selbst damit erfreuen.

Hier noch das, was ich in der tube gefunden habe:

Geschrieben von fourtysomething

24. Dezember 2007 um 14:45

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Weihnachtsbaumrabatt

mit 2 Kommentaren

Pfiffig, der Junge. Tanne gekauft, gute Ratschläge (Baum kühl und trocken lagern bis zum Schmücken, Zucker ins Wasser nur beim ersten Mal gegen die Verharzung) waren kostenlos und dann noch beim Tanne in den Kombi wuchten das:

„Wenn Sie dieses Preisfähnchen nächstes Jahr wieder mitbringen, bekommen Sie 10% Rabatt. Egal, welchen Baum Sie dann nehmen!“

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Wow! Danke, Meister. Ich überlege jetzt nur, wo ich diesen Zettel aufbewahre, um ihn dann pünktlich zum Fest 2008 vorlegen zu können. Geschickte Strategie von dem rotbäckigen Herrrscher aller Nadelbäume. Der hat mir doch an der Nasenspitze angesehen, daß ich mit Müh und Not meinen Ausweis dort finde, wo ich meine, ihn das letzte Mal anlässlich der wöchentlichen Grenzpassage zum tschechischen Fluppenhändler gelassen habe. Und da soll ich in gut 360 (in Worten: dreihundertsechzig!) Tagen noch wissen, wo ein schmales Weihnachtsbaumpreisfähnchen ist. Blödmann, der!

Geschrieben von fourtysomething

15. Dezember 2007 um 15:33

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Arme Alte

mit 4 Kommentaren

Die Zeiten sind nicht gut, sagen viele. Vor allem diejenigen, die am meisten davon profitieren, daß viele Mitmenschen hart an der Grenze des Erträglichen leben (müssen). Soweit, so schlecht. Darüber diskutieren Myriaden vom Politiker bis zum Pfarrer, nur ich im Moment nicht. Ich nehme es als Fakt hin und versuche dort, wo es geht, zu helfen und ansonsten mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Was auch nicht wirklich einfacher geworden ist.

Sehr erschreckend allerdings finde ich es, wenn im Stellenmarkt (Was für ein obszöner Begriff in diesen Tagen!) der größten Tageszeitung des östlichsten Freistaates nicht nur die üblichen Dreizeilerangebote (Kugelschreiber montieren für einsfuffzich die Stunde bis hin zu dem völlig „seriösen Nebenverdienst ohne Akquise, keine Versicherung oder Multilevelmarketing“ mit teurer Telefonnummer) stehen, sondern auch diese Stellengesuche:

Zuverl. Rentner 67 J., sucht Tätigkeit auf 350 EUR Basis, im Lager, Büro, Fahrdienst oder Call-Center

Frau sucht für 13 Jahre bis zur Rente anspruchsv. kfm. Tätigkeit als Sachbearb., Dispo, Personalwesen, SAP R3 MS Office

Rentnerin (65) sucht geringfügige Beschäftigung in Buchhaltung, Handel od. Kantine.

Quelle: Sächsische Zeitung

Wie arm ist ein Land, daß seinen älteren Mitbürgern so wenig Luft zum Atmen lässt, daß diese auch in Zeiten, in denen ihre Hauptaufgabe in der Enkelbetreuung und dem Genuß des Erarbeiteten liegen sollte, gezwungen sind, arbeiten zu müssen? Hallo Aufschwung! Kannst Du Dich bitte mal zeigen? Es allen ein wenig einfacher machen? Oder bist Du nur ein Hirngespinst abgehobener Politiker und fett bezahlter Manager? Verdammt, wo leben wir eigentlich?

Geschrieben von fourtysomething

15. Dezember 2007 um 15:10

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Forever young … nur heute nicht!

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Soeben im Radio gehört. Ein Philosoph, also ein sehr nachdenklicher, weiser Mensch, dessen Name mir sofort wieder entfallen ist, sagte:

„Man wird mit seinem Alter geboren
und das verändert sich dann nie wieder!“

Grundsätzlich stimme ich dem in Gänze zu. Forever 35. Nur heute nicht! Heute habe ich das gefühlte Alter Johannes Heesters in den Gliedern, gepaart mit einem Vakuum in den Ausmaßen Stephen Hawkings`scher schwarzer Löcher im Hirn. Good night! Und: I`ll be back…

Geschrieben von fourtysomething

14. Dezember 2007 um 17:57

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Songs of my life

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Dank an bittersweet choc für diesen inspierenden Link: yamelo.com

Ein Paradies für Zeitreisende und der Himmel auf Erden in trüben November Dezembertagen. Musik aus vier Jahrzehnten, frei wählbar nach Jahr, Monat und/oder Artist. Das Beste daran: Es fängt mit meiner Geburt an (Echt schon sooo alt!) und geht bis heute. Also ist das quasi mein musikalisches Leben. Wow, ich bin beeindruckt und gehe schnell weiter dort hören. Aktuell läuft Annie Lennox und die Frau liebe ich bis heute!

Geschrieben von fourtysomething

14. Dezember 2007 um 17:33

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Wir reden

mit 3 Kommentaren

Wir reden
zu leise … über wichtiges
zu laut … über banales
zu viel … über andere
zu selten … miteinander
und zu oft … ohne zu denken …

Quelle: G. Feil

Geschrieben von fourtysomething

14. Dezember 2007 um 17:03

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